{"id":57,"date":"2016-08-21T11:59:41","date_gmt":"2016-08-21T09:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cheminpetit.de\/wordpress\/?page_id=57"},"modified":"2016-08-21T11:59:41","modified_gmt":"2016-08-21T09:59:41","slug":"ehrenaemter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cheminpetit.de\/wordpress\/leben-und-wirken\/ehrenaemter\/","title":{"rendered":"Ehren\u00e4mter"},"content":{"rendered":"<p>Mit wachsender Ausstrahlung als Dirigent und Komponist war ein Eingreifen Chemin-Petits in musikorganisatorische Prozesse verbunden, was nach Kriegsende verst\u00e4rkt zum Tragen kam und sich \u00fcber die Arbeit in Gremien bis 1981 steigerte. Chemin-Petit hatte den Nationalsozialismus unbelastet \u00fcberstanden. Immense Aufgaben, zumeist in leitenden Funktionen, kamen auf ihn zu, in denen er Einfluss auf das \u00f6ffentliche Musikleben nahm. Man bezeichnete ihn als Musikpolitiker, da er die F\u00e4higkeit besa\u00df, Verhandlungen mit Blick auf das Ganze, mit \u00dcberlegenheit und menschlicher G\u00fcte, aber mit Bestimmtheit und Festigkeit zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>1939-1943<\/strong><br \/>\nLeitung des Domchores Magdeburg als Nachfolger von Bernhard Henking<\/p>\n<p><strong>1939-1959<\/strong><br \/>\nLeitung des Reblingschen Gesangvereins Magdeburg (sp\u00e4ter Reblingscher Chor, Rebling-Chor), ebenfalls in der Nachfolge von Bernhard Henking<\/p>\n<p><strong>1945-1948 <\/strong><br \/>\nLeitung des St\u00e4dtischen Chores Potsdam in Vertretung f\u00fcr Karl Landgrebe bis zu dessen Entnazifizierung<\/p>\n<p><strong>1939-1944<\/strong><br \/>\nLeitung der musikalischen Veranstaltungen in Memel. Er \u00fcbernahm das \u00f6rtliche Collegium musicum und vergr\u00f6\u00dferte es zum Symphonieorchester, das das Musikleben der Stadt pr\u00e4gte und trug. Mit Energie baute er die Memeler Musiktage als St\u00e4dtisches Musikfestival auf.<\/p>\n<p><strong>1943-1945 <\/strong><br \/>\n\u00dcbernahme des Philharmonischen Chores Berlin als Nachfolger von G\u00fcnther Ramin bis zur Aufl\u00f6sung des Chores bei Kriegsende<\/p>\n<p><strong>1945 <\/strong><br \/>\nGr\u00fcnder des Collegium musicum Potsdam und Leiter diverser Konzerte in der Folgezeit<\/p>\n<p><strong>1945<\/strong><br \/>\nMitbegr\u00fcnder des Berliner Sinfonie-0rchesters<\/p>\n<p><strong>1945 <\/strong><br \/>\nMitbegr\u00fcnder des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands neben Otto Nagel, Bernhard Kellermann, Bruno H. B\u00fcrgel, Jenny Jugo, Georg Alexander<\/p>\n<p><strong>1949-1950<\/strong><br \/>\nFachausschu\u00dfmitglied Freie Volksb\u00fchne e.V. Berlin<\/p>\n<p><strong>1950<\/strong><br \/>\nGesamt-Planung des Bach-Gedenk-Jahres in Potsdam<\/p>\n<p><strong>1963<\/strong><br \/>\nBerufung zum Mitglied der Akademie der K\u00fcnste Berlin<\/p>\n<p><strong>1963-1964 <\/strong><br \/>\nMitglied im Rundfunkrat des Senders Freies Berlin<\/p>\n<p><strong>1965-1968 <\/strong><br \/>\nStellvertretender Direktor der Abteilung Musik in der Akademie der K\u00fcnste Berlin<\/p>\n<p><strong>1966-1975 <\/strong><br \/>\nBerufung in den Werkausschu\u00df der GEMA, sp\u00e4ter Vorsitzender<\/p>\n<p><strong>1967<\/strong><br \/>\nMitbegr\u00fcnder des Symphonischen Orchesters Berlin e.V., Chefdirigent Charles A. B\u00fcnte. Chemin-Petit leitete Orchester- und Chorkonzerte mit dem Orchester, sowie Urauff\u00fchrungen eigener Kompositionen<\/p>\n<p><strong>1967-1975 <\/strong><br \/>\nVorsitzender des Vereins Symphonisches Orchester Berlin e.V.<\/p>\n<p><strong>1968-1981 <\/strong><br \/>\nDirektor der Abteilung Musik in der Akademie der K\u00fcnste Berlin<br \/>\n&#8220; [&#8230;] Chemin-Petit besa\u00df gro\u00dfe Liberalit\u00e4t. Er war nicht herrisch, er diente. Es wog seine Stimme, wenn er sie einmal erhob, &#8211; selten, aber immer, wenn er es f\u00fcr notwendig hielt, mit freundlicher Direktheit. Er hat uneigenn\u00fctzig gelenkt und gehandelt, gef\u00f6rdert und gew\u00e4hren lassen. Er war, wie viele gro\u00dfe alte M\u00e4nner, ein immer wieder junger Geist. [&#8230;] &#8220; (9)<\/p>\n<p><strong>1968-1974<\/strong><br \/>\nMitglied im Vorstand des Deutschen Komponistenverbandes<br \/>\n&#8220; [&#8230;] in grenzenloser Hochachtung und Verehrung f\u00fcr einen selten liebensw\u00fcrdigen, hilfsbereiten und hingebungsvollen Kollegen [&#8230;]. &#8220;<br \/>\nNorbert Schulze, April 1981<\/p>\n<p><strong>1969-1976 <\/strong><br \/>\nKuratoriumsmitglied der GEMA-Sozialkasse<\/p>\n<p><strong>1969-1981 <\/strong><br \/>\nKuratoriumsmitglied der Versorgungsstiftung der deutschen Komponisten in der GEMA<\/p>\n<p><strong>1969-1981<\/strong><br \/>\nMitglied im Vorstand der Dramatiker Union (DU)<\/p>\n<p><strong>1973-1981 <\/strong><br \/>\nGr\u00fcnder und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ch\u00f6re, Berlin in enger Zusammenarbeit mit dem Senat von Berlin<\/p>\n<p><strong>1975-1981<\/strong><br \/>\nVorsitzender im Werkausschu\u00df der GEMA<br \/>\n&#8220; [&#8230;] Die GEMA erinnert sich dankbar der ehrenamtlichen Mitwirkung Ihres Gatten im Werkausschu\u00df, in der GEMA-Sozialkasse und in der Versorgungsstiftung der Deutschen Komponisten. [&#8230;] &#8220;<br \/>\nProf. Dr. Dr. Erich Schulze, April 1981<\/p>\n<p><strong>1976-1981 <\/strong><br \/>\nSt\u00e4ndiger Vertreter der Dramatiker-Union im Verwaltungsrat der Neuen Zentralstelle der B\u00fchnenautoren und B\u00fchnenverleger<br \/>\n&#8220; [&#8230;] Wir haben Ihren Gatten sehr verehrt, wir mochten seine leise, liebensw\u00fcrdige Art, profitierten von seinem Wissen und seinem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Probleme der Kollegen. [&#8230;] &#8220; Curt Flatow, April 1981<br \/>\n&#8220; [&#8230;] Mit Hans Chemin-Petit haben wir nicht nur einen der universellsten K\u00fcnstler, sondern auch einen \u00e4u\u00dferst liebenswerten Menschen verloren. [&#8230;] &#8220; Eckhard Schulz, April 1981<\/p>\n<p><strong>1976-1981<\/strong><br \/>\nMitglied im Beirat der Gesellschaft der Freunde Wilhelm Furtw\u00e4nglers<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrzehnte war Hans Chemin-Petit Mitglied des K\u00fcnstlerischen Pr\u00fcfungsamtes im Senat f\u00fcr Schulwesen von Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit wachsender Ausstrahlung als Dirigent und Komponist war ein Eingreifen Chemin-Petits in musikorganisatorische Prozesse verbunden, was nach Kriegsende verst\u00e4rkt zum Tragen kam und sich \u00fcber die Arbeit in Gremien bis 1981 steigerte. Chemin-Petit hatte den Nationalsozialismus unbelastet \u00fcberstanden. 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