Im Rahmen einer Kammermusikreihe im besonderen Format findet am Sonntag, den 23. Juni 2019 in Halle, im Kunstmuseum Moritzburg, um 11.00 Uhr das 4. GALERIEKONZERT statt, in dem u.a. eine Komposition von Hans Chemin-Petit gespielt wird:
Konzert mit Vorstellung eines Gemäldes
Bohuslav Martinů: Duett Nr. 1 aus Drei Madrigale für Violine und Viola H 313
Hans Chemin-Petit: Sonate in F für Blockflöte solo
Paul Hindemith: Sonate für Viola solo Nr. 5 op. 11
Bruno Aulich: Divertimento

Antje Büchner, Violine | Constanze Karolic, Blockflöte | Oliver Tepe, Viola

Am Sonntag, den 25. November 2018 um 17:00 Uhr führen die POTSDAMER KANTOREI und das NEUE KAMMERORCHESTER POTSDAM unter der Leitung von UD JOFFE in der Erlöserkirche Potsdam „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms und die „Symphonische Kantate“ von Hans Chemin-Petit auf.

Am Montag, den 27.8.18 um 16:30 Uhr sendet WDR3 im Rahmen der Sendung Tonart ein Live-Interview mit Barbara Fischer, der Autorin der Biographie: Hans Chemin-Petit. Ein Künstler im Spannungsfeld der Politik (Verlag Christoph Dohr Köln).

Am 6. Mai 2018 fand im Foyer des Nikolaisaals Potsdam eine dem Komponisten Hans Chemin-Petit gewidmete und sehr gut besuchte Matinee statt. Barbara Fischer (Autorin der Biographie: Hans Chemin-Petit. Ein Künstler im Spannungsfeld der Politik) sprach über sein Leben in Potsdam. Mitglieder des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam spielten Auszüge aus Kompositionen von Chemin-Petit. Dazu moderierte Dr. Andrea Palent eine Gesprächsrunde mit Andrea Witte, Tochter von Hans Chemin-Petit, Oberbürgermeister Jann Jakobs, Barbara Fischer und Prof. Dr. Knut Andreas, Künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam.

Barbara Fischer umriss sein Leben in Potsdam, beginnend mit einem Zitat von Annemarie Buckow, Mitglied im Städtischen Chor Potsdam und im Philharmonischen Chor Berlin: „Jeder, der das Glück hatte, ihm zu begegnen und seinen Lebensweg für ein mehr oder weniger langes Stück begleiten zu dürfen, ist erfüllt von Erinnerungen an seine Ausstrahlung, seine musikalische und pädagogische Autorität, seine Güte und Herzlichkeit im persönlichen Umgang.“

Jann Jakobs, der diese Veranstaltung angeregt hatte, wies auf den wesentlichen Beitrag der Biographie von Barbara Fischer zur Potsdamer Zeit- und Musikgeschichte hin und erneuerte den Wunsch, das Wirken von Hans Chemin-Petit in Potsdam sichtbarer zu machen. Aus der Gesprächsrunde kamen die Anregungen, die im Jahre 1990 angebrachte, aber zwischenzeitlich wieder entfernte Gedenktafel am Geburtshaus in der Charlottenstraße 22 wieder für alle sichtbar zu machen und eine der in Potsdam neu entstehenden Straßen nach Hans Chemin-Petit zu benennen. Auch andere musikalische Größen des 20. Jahrhunderts wie der Pianist Wilhelm Kempff und der Dirigent Wilhelm Furtwängler sollten größere Würdigung erfahren.

Am 6. Mai 2018 findet um 11:00 Uhr im Foyer des Nikolaisaals Potsdam (Wilhelm-Staab-Straße 10-11, 14467 Potsdam) eine Matinee statt, die dem Komponisten Hans Chemin-Petit (1902-1981) gewidmet ist und auf der Barbara Fischers Biographie: Hans Chemin-Petit. Ein Künstler im Spannungsfeld der Politik präsentiert wird.
Mitglieder des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam spielen Auszüge aus Kompositionen von Chemin-Petit.
Dazu gibt es eine Gesprächsrunde mit Andrea Witte, Tochter von Hans Chemin-Petit, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Prof. Dr. Knut Andreas, Künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam. Moderation: Dr. Andrea Palent.
Die Matinee ist eine gemeinsame Veranstaltung von Nikolaisaal Potsdam, Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam und Landeshauptstadt Potsdam.
Weiterführende Infos unter www.nikolaisaal.de

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse („Leipzig liest“) stellte Barbara Fischer im Gespräch mit Verleger Christoph Dohr ihre Biographie „Hans Chemin-Petit – Ein Künstler im Spannungsfeld der Politik“, Verlag Dohr Köln 2017, dem Publikum vor.

Hans Chemin-Petit durchlebte herausfordernde Zeiten, in denen es ihm gelang, seine Unabhängigkeit zu wahren und seinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Die Biographie von Barbara Fischer zeichnet diesen Weg nach. Der umfangreiche Nachlass Chemin-Petits bietet die Möglichkeit, ihn selbst und viele seiner Zeitgenossen, deren Zeugnisse er bewahrt hat, persönlich zu Wort kommen zu lassen. So erfährt man aus „erster Hand“, wie Menschen unterschiedlichster Herkunft große und kleine Momente der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts erlebt haben. Diese Selbstzeugnisse bilden den Mittelpunkt der biographischen Darstellung.

Über Jahrzehnte hin gehörte Chemin-Petit mit seinem künstlerischen Können und mit seiner charismatischen Persönlichkeit zum Kreis derer, die das Potsdamer und Berliner Musikleben entscheidend prägten. Seine Integrität, seine Uneigennützigkeit, seine Aufgeschlossenheit und seine Fähigkeit zum Zuhören machten ihn zu einem geschätzten Ratgeber, an den sich die Menschen, die ihn kannten, mit Freude und Dankbarkeit erinnern. Diese Erinnerung an einen vorbildlichen Musiker aufrechtzuerhalten und zu erneuern ist Ziel der Biographie.

Gleiches gilt für das umfangreiche Werk, das der Komponist Chemin-Petit hinterlassen hat und das geprägt ist von Kontinuität, im Sinne der Bindung an die Tonalität und Wandel, im Hinblick auf das Ausloten von deren Grenzen. Der überwiegende Teil seiner Kompositionen wird mit ihrer Entstehungsgeschichte vorgestellt und in einem textchronologisch angelegten Werkverzeichnis erfasst. Darunter befinden sich auch einige Werke, die bisher noch nicht oder nur selten aufgeführt wurden, aber der Beachtung wert sind.

Eine Musiker- und Lehrerpersönlichkeit, an die sich eine ehemalige Studentin mit den Worten erinnert: „Wenn wir Hochschule sagten, meinten wir eigentlich immer Chemin-Petit“, sollte nicht in Vergessenheit geraten. Die hier vorgelegte Biographie möchte dazu einen Beitrag leisten.

Köln 2017, ISBN 978-3-86846-144-2, Verlag Christoph Dohr Köln, www.dohr.de